Mauritius privat

Urlaub am (oder im) Indischen Ozean

Als Selbstversorger in einem Bungalow direkt am Wasser nahe der Hauptstadt Port Louis haben wir Mauritius hautnah erlebt. Die Vielfalt der Bevölkerung hinsichtlich des Glaubens und der Herkunft und das einträchtige Miteinander sind bemerkenswert. Wir wohnten in Tombeau Bay, einem Vorort der Hauptstadt Port Louis mit vielen Einheimischen und wenig Touristen. Man sieht hier, dass auch auf „Paradise Island“, wie Mauritius gerne genannt wird, die Menschen für ihren Lebensunterhalt arbeiten und bei einer verhältnismäßig hohen Arbeitslosenzahl hier nichts geschenkt wird.

Der rote Pfeil ist der Standort unseres Ferienhauses.

Ankunft

Nach gut 11 Stunden Beanspruchung des Sitzfleisches von Frankfurt/M landeten wir morgens um 7 Lokalzeit auf dem Plaisance-Airport auf Mauritius.

Die letzte Stunde Flugzeit über dem Indischen Ozean bot uns mit der aufgehenden Sonne ein fantastisches Bild. Es war eine mehrschichtige Wolkendecke, verbunden durch einzelne „Türme“ vom Wasser aufsteigend, die rot angestrahlt mit schwarzen Schatten und der glitzernden Wasseroberfläche ein bizarres Bild schufen, wie aus einer anderen Welt.

Die Abfertigung auf dem modernen Plaisance-Airport ging gut organisiert und zügig. Auch sonst bot sich uns ein vertrautes Bild. Die Insel lag unter einer dicken grauen Wolkendecke und es regnete in Strömen.

Im Empfangsbereich wartete schon ein freundlicher junger Mann auf uns, um unseren Mietwagen zu übergeben. Wir hatten im Internet über einen lokalen Mietwagenanbieter gebucht und bei Übernahme die Gesamtmiete in Euro bezahlt.

Die Luft außerhalb des klimatisierten Flughafengebäudes erschlug uns fast. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit ließ schnell die Kleidung an uns kleben und wir schwitzten ordentlich. Ideale Voraussetzungen um sich in ein kleines Auto zu zwängen und sich in den Linksverkehr zu wagen.

Die Klimaanlage des Autos schuf zwar Erleichterung, aber es gab schnell ein anderes Problem. An dem kühlen Fensterglas kondensierte die Luftfeuchtigkeit von außen, so dass die Fenster beschlugen und wir schnell die Erklärung dafür hatten, warum viele andere Autofahrer mit offenen Fenstern fuhren.

Das Sygic-Navigationsprogramm, welches ich auf dem Smartphone installiert hatte, ist sehr zu empfehlen. Ich hatte die Karte von Mauritius heruntergeladen und die Navigation ist im Ablauf und von der Darstellung sehr flüssig und gut vorausschauend, was sich in dem quirligen Linksverkehr mit zahllosen Kreiseln als gute Hilfe erwies, denn wir gerieten um diese Tageszeit natürlich voll in die Rush-Hour.

Die mauritianische Polizei ist aufmerksam, aber nicht pingelig. Es gibt an Hauptstraßen oft stationäre „Blitzer“, die unser Navigationsprogramm alle kannte.

Der Weg führte uns in den Norden nach Port Louis zu unserem Ferienhaus, welches in Tombeau Bay liegt, einer kleinen Bucht unweit von Port Louis. Der Vermieter wartete bereits auf uns und hieß uns herzlich willkommen. Er erklärte uns die Alarmanlage, die mit einer Notrufzentrale verbunden ist und er stellte uns „Badou“ vor, einem alten Mann aus der Nachbarschaft, der ein „Auge“ auf das Grundstück hat.

Der Regen hatte aufgehört und wir fuhren zu einem Einkaufszentrum, um erstmal das Notwendigste einzukaufen. Es gibt alles, was man braucht, aber wir merkten auch schnell, dass in diesem Teil der Stadt weiße Touristen die Ausnahme sind. So ähnlich muss das auch für einen Farbigen sein, der nach Europa kommt. Aber die Menschen sind freundlich, gelassen und irgendwie wirkt alles hier wie eine Mischung aus Afrika, Indien, Südfrankreich und Groß Britannien.

Auf dem Rückweg vom Einkauf führte meine Müdigkeit fast zu einem Unfall. Da im Auto einiges seitenverkehrt ist, verwechselte ich oft den „verdammten Scheibenwischerhebel“ mit dem Blinker und es wurde Zeit, den Tag ausklingen zu lassen, im Schatten eines Baumes mit mauritianischem Chamarel-Kaffee¹, neugierigen Geckos und anschließendem Bad im handwarmen Indischen Ozean bei untergehender Sonne.

¹ Café de Chamarel wird auf Mauritius angebaut, ist aber nicht für den Export vorgesehen. Man kann ihn (ungemahlen abgepackt) in Supermärkten und Geschäften auf der Insel kaufen. Die gerösteten Bohnen sind etwas heller als wir es gewohnt sind. Wir haben ihn in einer normalen einfachen Kaffeemaschine gekocht und der Geschmack hat eine fruchtige Note. Er lässt sich angenehm auch ohne Milch und Zucker trinken.


Unser Domizil

Dass am Standort unseres Ferienhauses wenig Touristen waren, mag auch an der Nähe zum Hafen von Port Louis liegen, aber für uns war es kein Nachteil, weil wir dafür fast immer allein am Strand waren, der deutlich schmaler war, als die Strände auf den Postkartenfotos. Dafür befand sich der Indische Ozean direkt an unserer Terrasse.

Aussicht von unserer Terrasse.

Die hohe Luftfeuchtigkeit und die steile Sonne nahe dem Äquator steckten wir anfangs nicht so weg. Deshalb hatten wir es ruhig angehen lassen und noch keine nennenswerten Unternehmungen gemacht. Wir waren Schwimmen und haben gelesen und haben die Atmosphäre auf uns wirken lassen und sind froh, dass unser Ferienhaus klimatisierte Schlafräume hat.

Die strandnahe Hauptstraße von Tombeau Bay bietet ein buntes Bild von Häusern wohlhabender Mauritianer, vereinzelte Gästehäuser wie unseres, aber auch verfallene Gebäude mit verwilderten Grundstücken. Eine Rum-Manufaktur ist in der Nachbarschaft. Erfreulicherweise gibt es einen gut sortierten Supermarkt einige Gehminuten entfernt, so dass wir Einkäufe auch hier machen konnten und nicht immer ins weiter entfernte Einkaufszentrum mussten. Restaurants sind hier leider Fehlanzeige.

Unser Haus hat einen schönen Garten, der ca. 3 m höher als der Strand liegt und über eine Treppe können wir direkt zum Wasser. Der Strand ist je nach Tide bis 7 m breit, bei Flut wird das handwarme Wasser etwas kühler und reicht bis an die Treppe. Wir baden in einer Lagune direkt hinter dem ca. 300 m entfernten Korallenriff, welches dort aus dem Wasser ragt und an dem sich die Wellen brechen. Es gibt viele Fische und der Meeresboden besteht aus scharfkantigen Ablagerungen alter Korallen, daher sind feste Badeschuhe hier zwingend erforderlich. Morgens fahren Fischer mit ihren kleinen Booten vorbei und grüßen freundlich, wenn wir im Wasser baden. Vor dem Korallenriff ankern größere Schiffe, die abends beleuchtet sind.

Zum Standard des Hauses:
Wer europäische Feienhäuser gewohnt ist, muss hier Abstriche machen. Der ebenerdige Bungalow ist weitestgehend aus Beton, die Fensterrahmen und Eingangstüren sind aus Eisen und zusätzlich vergittert. So kann das Gebäude auch Zyklonen standhalten, die sich durchschnittlich 12 mal jährlich über dem Indischen Ozean bilden. Die Wände sind verputzt und gestrichen. WC und Dusche sind einfach und eng. Die Küche hat eine Spüle und einen 2-flammigen Gaskocher und einen kleinen elektrischen Backofen. Ess- und Kochgeschirr sind ausreichend vorhanden, dazu noch ein Holzkohlegrill. Der Kühlschrank ist groß mit separatem Gefrierteil. Zwei Schlafräume sind klimatisiert. Das Wohnzimmer ist groß, aber eigentlich will man sich da nicht aufhalten, weil es sich aufheizt und nachts kaum abkühlt. Da ist man auf der Terrasse besser aufgehoben und kann mit Laptop und WLAN dort auch abends TV sehen. Dafür punktet das Haus mit direkter Strandlage, man geht einige Schritte und ist im Wasser der Lagune.

Thema Sicherheit:
Unser Ferienhaus ist rundum alarmgesichert mit Rückmeldung und kameraüberwacht, Fenster und Türen sind vergittert. Das ist wohl durchaus landestypisch, denn es gibt auch Arbeitslosigkeit und Armut auf Mauritius und in unbewohnte und ungesicherte Häuser wird schon mal eingebrochen. Doch hatten wir während unseres Aufenthaltes nie eine gefährliche Situation oder das Gefühl von Unsicherheit. Darüberhinaus war da noch „Badou“, unser Hausmeister, der 2-mal am Tag nach dem Rechten sah.


Port Louis

Port Louis ist die bunte lebhafte Hauptstadt mit einem schönen Hafenbereich zum Flanieren und Shoppen. Unweit vom Hafen ist der tägliche große Markt, der sich im Freien und in Hallen befindet. Der Markt bietet ein vielfältiges Angebot mit regem Treiben. Bei Touristen ist man bei der Preisgestaltung manchmal nicht zimperlich. Seit Mauritius auch dem breiteren Tourismus zugänglich ist, wenden die Händler in Basaren und Märkten zum Teil erhöhte Touristenpreise an. Bei Textilien und modischen Accessoires wird man auch durch Handeln oft noch zuviel bezahlen. Da kann man auch in Boutiquen der Innenstadt oft günstig einkaufen, da auch dort Preise verhandelbar sind.

Allgemein geht man mit Touristen jedoch freundlich um und bekommt auch nützliche Tipps und Hinweise, wenn man sich erkundigt.

Die Caudan Waterfront (siehe folgende Fotos) ist eine exklusive und gepflegte Anlage mit Geschäften und Restaurants direkt am Hafen. Wobei lediglich die Atmosphäre exklusiv ist, nach europäischen Maßstäben sind die Preise hier normal. Es gibt gute Parkmöglichkeiten und hier befindet sich auch das Blue Penny Museum, welches sich nicht nur den Briefmarken widmet, sondern auch eine bemerkenswerte historische Ausstellung mit alten nautischen Instrumenten und alten Original-Seekarten zeigt.

Caudan Waterfront

Das Blue Penny Muuseum zeigt nicht nur die Geschichte der mauritianischen Briefmarken, sondern hat auch eine sehenswerte maritime Ausstellung.

Vom Hafen gelangt man durch einen Tunnel in die Innenstadt und landet im Herzen von Port Louis mit vielen kleinen Läden und Straßenhändlern zwischen modernen und maroden Gebäuden und wuseligem Straßenverkehr.

Die Pferderennbahn.

Bagatelle

Das Einkaufszentrum von Bagatelle ist ca. 15 Autominuten vom Zentrum Port Louis‘ entfernt und ist wohl das exklusivste Einkaufscenter auf Mauritius mit vielen Markenboutiquen und Fachgeschäften.


Belle Mare

Es gibt auf Mauritius öffentliche Strände, die besonders hergerichtet sind mit Toiletten und Imbissbuden. Einen davon wollen wir nicht unerwähnt lassen, weil er sehr schön, gut erreichbar und familienfreundlich ist und über die Woche nur wenig frequentiert. Das ist der Public Beach von Belle Mare an der Ostküste gelegen. Der Eingang liegt gegenüber der Polizeistation und es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten am Straßenrand.

Der Strand bietet reichlich Schatten, da er an einem Hain liegt und man so durchaus einen Tag mit Picknick usw. hier verbringen kann. Die angrenzenden Hotelstrände sind nicht eingezäunt und wer will kann dort auch einen Tauchkurs machen oder an einer Cocktailbar einen Drink nehmen. Die Imbissbuden und Toiletten sind innerhalb des Haines untergebracht.


Mauritianische Küche

Auf dem Weg in die Stadt haben wir uns mal getraut und an einer Straßenküche angehalten um zu sehen, was es dort gibt. Der junge Mann ließ uns freudestrahlend in die Töpfe gucken und erklärte uns geduldig die Inhalte. Es waren im Wesentlichen die auf Mauritius beliebten Boulettes, Fischbouillon und gedünstetes Gemüse. Boulettes sind Teigbällchen mit Lamm, Huhn oder Rind, die entweder frittiert oder gedünstet angeboten werden. An dieser Straßenküche wurden sie gedünstet angeboten und sahen ziemlich glibberig aus, jedenfalls auf dem ersten Blick nichts fürs Auge. Wir schielten zu den sitzenden Arbeitern, die daneben auf Bänken saßen und genüsslich ihr Essen löffelten und fragten, ob wir es auch zum Mitnehmen bekämen. Kein Problem, so wählten wir 2 Bällchen von jeder Fleischsorte und Fischbouillon, zu der es noch ein ordentliche Portion gehackte Lauchzwiebeln gab. Alles wurde sehr gut verpackt und wir bezahlten 69 Rupees, ca. 1,75 Euro. Zuhause füllten wir die Fischbouillon in Schalen, gaben die Boulettes hinein und streuten die gehackten Lauchzwiebeln darüber. Es hat geschmeckt und war im nachhinein sehr bekömmlich – wir waren in der mauritianischen Küche angekommen 🙂 .

So sehen die Boulettes auf Mauritius aus.

Auf Mauritius überwiegen Straßenküchen und Snackbuden. Restaurants mit europäischer Küche hatten wir nicht gefunden. Dafür ist das Angebot an indischer und asiatischer Küche überproportional, qualitativ sehr gut und preiswert.

Gekochte Nudeln mit Chop Suey Zubereitung aus frischem Gemüse, Hähnchen, Krabben und Spiegelei. Kosten incl. Lipton Ice Tea ca. 4,50 €.

 

In großen Supermärkten bekommt man auch diverse warme Speisen und Backwaren. So machten wir weitere gute Erfahrungen mit Grillhähnchen. Sie werden nur im Ganzen nach Gewicht verkauft (ca. 6 Euro das Stück) und sind qualitativ 1a, kein Vergleich zu den Gummiadlern bei uns. Auch gibt es reichlich Auswahl an ofenfrischen Backwaren wie Brot, Baguettes und Kuchen.

In Einkaufszentren findet man auch immer eine Vielzahl an Schnellrestaurants mit indischer und asiatischer Küche, sowie Pizzerien. Nicht zuletzt gibt es natürlich auch das große M.

Rezept für Tamarind Limonade

Tamarind Limonade ist ein bei Hindus beliebtes Erfrischungsgetränk

Zutaten:
3 ltr gekühltes Wasser
3 kleine Limonen
2 Zitronen
2 Orangen
½ Tasse Tamarind Paste
½ Esslöffel Ingwerpulver
2 Esslöffel Kardamompulver
1 Tasse brauner Zucker
1 Tasse geriebener grüner Äpfel
Eiswürfel

Zubereitung:
– den Saft der Orangen und Zitronen auspressen, bei Seite stellen.
– Limonen in Scheiben schneiden.
– Orangen- und Zitronensaft in großes Glasgefäß geben (Bowlengefäß).
– Zucker und Tamarindpaste zugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren.
– nun Ingwer- und Kardamompulver zu geben.
– das gekühlte Wasser mit Limonenscheiben einfüllen.
– abschließend die geriebenen Äpfel und Eiswürfel zugeben.
– das Ganze nochmal durchrühren, sehr kalt servieren und am selben Tag verbrauchen.


Was so kreucht und fleucht

In einem Ferienhaus auf Mauritius zu wohnen bedeutet auch das Miteinander mit diversen Tieren und Insekten. Das Aufkommen von Moskitos war entgegen unserer Erwartungen mäßig. Wir haben uns nur sporadisch und auch nur abends mit Mückenschutz eingerieben, wenn wir auf der Terrasse sitzen. Moskitonetze für die Betten brauchten wir nicht.

Während tagsüber Fenster und Türen offen standen, hatten wir uns angewöhnt, diese bei Anbruch der Dunkelheit zu schließen, damit vermeidet man den Zugang von Kakerlaken und Mäusen, die sich schon mal auf unsere Terrasse verirrten. Auf der Terrasse und im Haus gibt es die kleinen Geckos, die wir gewähren liessen, denn sie beseitigen wirkungsvoll Kleininsekten und Spinnen. Hält man die Küche sauber und lässt nichts herumliegen, dann haben die vorhandenen kleinen Ameisen auch keinen Grund einzufallen.

Witzig sind die Einsiedlerkrebse, die abends mit ihren Schneckengehäusen im Schlepptau über die Kieselsteine unseres Weges klappern.

Das Problem mit den wilden Hunden
Wilde Hunde sind allgegenwärtig – eine der Schattenseiten dieser Insel. Die Tiere werden in der Regel ignoriert, aber nicht wenige kümmern sich auch um sie und lassen sie bei PAWS Mauritius medizinisch behandeln und sterilisieren. Leider gibt es gibt auch amtlich beauftragte Hundefänger, die die Tiere hauptsächlich an Stränden einfangen und unprofessionell und grausam töten ohne Betäubung.

An einem Wochenende hatten sich drei Hundewelpen durch eine schmale Lücke im Zaun gezwängt und liefen erwartungsvoll um uns herum. Sie waren abgemagert und sahen auch krank aus. Wir haben sie erstmal mit Wasser versorgt und Trockenfutter für Welpen besorgt. Aber nur einer von ihnen fraß überhaupt etwas. Nach dem Wochenende hatte sich von zweien der Zustand weiter verschlechtert und wir wussten nicht mehr weiter. So brachten wir die Hunde zu einem ehrenamtlichen Tierheim mit angeschlossener Klinik (PAWS Mauritius) im Norden der Insel. Dort stellte man fest, dass sie an einer fortgeschrittenen hoch infektiösen Darmerkrankung litten. Die zwei schwachen wurden sofort eingeschläfert und der größte kam mit Antibiotika in Quarantäne. Da der Kühlraum überfüllt war, bat man uns, die zwei eingeschläferten wieder mitzunehmen und zu begraben. Zum Glück half unser Hausmeister Badou dabei.


Historische Modellschiffe

Bei einem Ausflug in den Südwesten der Insel habe wir in Curepipe auch eine Manufaktur für Schiffsmodelle besucht. Hier werden hochwertige Sammlerobjekte gefertigt und sie werden auch weltweit verkauft.


Hochland

Einmal machten wir einen Ausflug ins südliche Hochland und nach Chamarel. Dort ist der größte Süßwasserspeicher von Mauritius und das „Grand Bassin“, die einzige Pilgerstätte für Hindus außerhalb Indiens.

Die Rundreise machten wir mit einem Taxi. So konnten wir viel von der Landschaft genießen und mussten uns nicht um den nervigen Linksverkehr kümmern. Mit Reshad, unserem moslemischen Taxifahrer, hatten wir gleichzeitig einen zuvorkommenden und kommunikativen Reiseführer.


Zyklon ENOWA 2017

Die Auswirkungen des Zyklons ENOWA waren auf Mauritius noch deutlich spürbar, obwohl er mit einigem Abstand an Mauritius vorbei zog. Die Brandung vor unserer Lagune überrollte das Riff und wühlte die Lagune auf. Das Wasser wurde deutlich kühler und stieg manchmal so hoch, dass unsere Treppe zum Strand halbhoch überflutet war. Und es kam zu häufigen wolkenbruchartigen Schauern.

Vor unser Lagune war ein DJN Meeres-Saugbagger im Einsatz, der deutlich mit der Dünung zu kämpfen hatte. Die Aufnahme entstand von unserer Terrasse in ca. 300 m Entferung.


Abreise am Holifest

Unser „Hausmeister“ Badou hat uns zum Abschied noch Kokusnussdrinks spendiert, frisch vom Baum.

Badou bearbeitet die Kokusnüsse.

Am letzten Tag übernachteten wir im Holiday Inn am Mauritius Airport, eine sehr angenehme Unterkunft. Beim Abendessen gesellte sich der sympathische Hoteldirektor für einen Smalltalk zu uns und beeindruckte mit guten Deutschkenntnissen, obwohl er noch nie in Deutschland war.

Das Holiday Inn am Flughafen ist ein sehr angenehmes 4 Sterne Hotel. Es verfügt über ein eigenes Beachhouse am nahe gelegenen Meer, welches über einen Shuttle erreichbar ist.

Den Abend verbrachten wir noch im benachbarten Ort „Camp Carol“, wo die überwiegend indisch-stämmige Bevölkerung ein Holifest zelebrierte, in das wir sozusagen hinein gerieten.


Hinweise aus eigener Erfahrung

Sprache
Wer französisch sprechen kann, kann diese Kenntnisse auf Mauritius ausgiebig anwenden. Da die Engländer die Insel bis zu ihrer Unabhängigkeit verwalteten, kommt man mit Englisch auch fast überall weiter. Alte Menschen auf Mauritius sprechen oft nur Kreol, wie unser Hausmeister Badou, da muss man dann mit Händen und Füßen kommunizieren :-).

Auto fahren
Wer mit einem Mietwagen die Insel erkunden will, sollte stets umsichtig fahren, denn der Linksverkehr ist wuselig mit häufigem Hupen und vielen Handzeichen. Bei den zahlreichen mehrspurigen Kreiseln sollte man die entsprechende Einfahrspur nutzen, damit man elegant durch kommt. Dort besteht meines Erachtens eine Gefahr für Ungeübte. Auch in Ortschaften ist immer Vorsicht geboten, Menschen und Tiere laufen oft achtlos auf der Straße und man wird gnadenlos überholt und vom Gegenverkehr an die Seite gedrängt. Wenn man ruhig und defensiv bleibt, wird man irgendwann entspannt wie ein Londoner Taxifahrer.

Die Polizei auf Mauritius ist aufmerksam, aber offensichtlich auch flexibel.
Die Schnellstraßen sind gut zu befahren, es gibt zahlreiche Blitzer, die durch ihre gelbe Farbe gut zu erkennen sind. Die Landstraßen sind in der Regel auch ok, aber die Straßenränder sind meist unbefestigt und abgründig. Zufahrten zu öffentlichen Stränden oder Grundstücken sind oft schlecht, da ist immer Vorsicht geboten.

Empfehlenswert ist eine Inselrundfahrt mit einem Taxi, da kann man gute Tagespreise aushandeln und hat durch den kundigen Fahrer letztlich mehr von einem Ausflug über die Insel.

Tanken
An den Tankstellen wird man von einem Tankwart bedient. Wenn er freundlich ist und die Scheiben putzt, freut er sich über 20 Rupees. Ansonsten ist Trinkgeld an Tankstellen nicht obligatorisch. Bezahlen kann man auch mit Kreditkarte.

Einkaufen
Obst- und Gemüsestände an den Straßen sind allgegenwärtig. Nehmen Sie ruhig die etwas kleinen und unansehnlichen Bananen und Ananas. Sie stammen von der Insel und schmecken köstlich und sind garantiert unbehandelt. Birnen, Äpfel und Weintrauben stammen meist aus Südafrika.
Wir haben gern in den Einkaufszentren von Terre Riche und Bagatelle eingekauft, da gibt es immer gute Parkmöglichkeiten und gut sortierte Geschäfte, Boutiquen, Supermärkte, sowie Imbissstände, Restaurants und Geldautomaten. Große besuchenswerte Märkte gibt es in Port Louis und in Quatre Bornes.

Quatre Bornes – Ca. 10 Autominuten südlich von Port Louis liegt der Ort Quatre Bornes. Von der M1 kommend gelangt man direkt ins Zentrum, wo der bekannte Textilmarkt unschwer zu finden ist. Direkt dabei ist ein gebührenpflichtiger Parkplatz (25 Rupees). Der Textilmarkt von Quatre Bornes ist recht groß, größtenteils beschattet und bietet ein sehr vielfältiges Angebot an Textilien. Für Frauen sicher toll zum stöbern, den hier findet man auch außergewöhnliche Stoffe und Accessoires und die Preise sind günstig, Es kaufen auch viele Einheimische hier ein. Aber natürlich gibt es auch Souvenirs und Plagiate. Die Händler sind kommunikativ, nicht zu aufdringlich und ein freundliches Nein reicht bei Bedarf. Wir waren überrascht über die Größe des Ortes, es gibt viele Geschäfte und zu erwähnen wäre noch das Orchard Shopping Center gleich neben dem Markt mit Imbiss-Ständen und Cafes. Ein Spaziergang durch die nähere Umgebung des Textilmarktes lohnt sich daher auch. Der Straßenverkehr ist dicht und es staut sich, man sollte daher etwas Geduld mitbringen.

Essen gehen
Mauritius ist ein Land der Imbiss- und Snackbuden und zahlreicher Straßenküchen. Restaurants gibt es in größeren Ortschaften, aber es überwiegt die asiatische und indische Küche.

Trinkwasser
Das Leitungswasser gilt auf Mauritius als unbedenklich. Es ist weich und leicht gechlort. Wir haben Kaffee und Tee damit zubereitet, ansonsten haben wir Tafelwasser aus dem Supermarkt getrunken.

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